Pflanzenöle werden durch das Auspressen von Pflanzen bzw. ihrer Samen aus Ölpflanzen gewonnen. In den
Pflanzensamen kommt das Öl in Form von Lipiden vor, die dessen Energiereserven darstellen.
Chemisch gesehen bestehen Öle aus Triglyceriden. Nach dem Anteil an ungesättigten Fettsäuren unterscheidet
man zwischen nichttrocknenden (z. B. Olivenöl), halbtrocknenden (z. B. Soja- oder Rapsöl) und
trocknenden Ölen (Bsp. Lein- oder Mohnöl). Der Begriff „Trocknung“ bezeichnet hierbei das durch Oxidation
und Polymerisation der ungesättigten Fettsäuren bedingte Festwerden des Öls.
Pflanzenöle werden direkt verwendet als Nahrungsmittel. Diese Öle werden auch als Speiseöle bezeichnet.
Insbesondere in allen Mittelmeerküchen und bei der Salatzubereitung finden die Speiseöle (Salatöl)
Verwendung. Oder auch die Verwendung als gehärtetes Fett für die Margarine .
Auch als Kosmetik oder Kosmetikrohstoff, als Grundstoff für Ölfarben und Firnisse sowie in der chemischen
Industrie finden Pflanzenöle iher Anwendung. Neuerdings auch als Kraftsoff für Dieselmotoren und zu Heizzwecken.
Einige qualitativ hochwertige Pflanzenöle werden beschrieben.
Traubenkernöl ist ein Öl, das aus den Kernen der Weintrauben gewonnen wird. Für die
Qualität ist es wichtig, dass die Gewinnung durch Kaltpressung erfolgt.
Unabhängig von der Herstellungsart ist Traubenkernöl sehr hoch erhitzbar (Rauchpunkt über 190 °C) und kann
daher auch zum Braten verwendet werden. Es hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren; bis ca. 20%
einfach und ca. 70% mehrfach ungesättigt.
Kalt gepresstes Traubenkernöl hat eine hellgrün schillernde Farbe und ist im Geschmack leicht nussig, wobei
aber auch die Weintraube noch herausgeschmeckt werden kann. Deshalb ist es vor allem zur kalten Verwendung, etwa
zum Würzen von Salaten und Soßen, zu Käse oder zum Beizen von Fleisch, gut geeignet.
Außerdem wird es pur oder als Basis für kosmetische Präparate verwendet. Die Verwendung als Kosmetikum
ist angeblich schon aus dem Mittelalter bekannt.
Das Traubenkernöl wird hier beschrieben!
Sesam wächst in den tropischen und subtropischen Gebieten weltweit. Angebaut wird er vor allem in Süd- und
Mittelamerika sowie in Afrika, von wo die Pflanze ursprünglich stammt. Dort wird der Samen des Sesams häufig
geröstet wie Erdnüsse geknabbert.
Geerntet wird die Wurzel des Sesam im Sommer und sein Samen zu dem Zeitpunkt, in dem sich die Sesamkapseln braun-schwarz
verfärbt haben.
Sesam ist eine 0,5 bis 1 m hohe krautige Pflanze. Sie hat fingerhutähnliche Blüten und Kapselfrüchte, die
einen ölhaltigen Samen beherbergen. Die Samen, das Öl und die Wurzel des Sesam werden heute besonders für
therapeutische und kulinarische Zwecke verwendet.
Sesamkörner enthalten bis zu 50 Prozent Öl, das Sesamöl, und 20 Prozent Eiweiß. Sesamöl aus
kaltgepressten Samen ist nahezu geruchlos, leicht süßlich und wird kaum ranzig. Die gute Haltbarkeit ist
insbesondere auf den hohen Anteil an verschiedenen Antioxidantien zurückzuführen. In der chinesischen und
japanischen, aber auch in der arabischen Küche ist Sesamöl ein wichtiges Kochöl.
Es findet Verwendung bei der Hautpflege, wo es als Grundstoff von Kosmetika eingesetzt wird. Gut geeignet ist es auch
als Massageöl.
Das Sesamöl
wird hier beschrieben!