Weitaus bekannter ist uns ihre Verwendung als Heilpflanze.
Wurzeln, Blätter, Blüten und Samen werden erfolgreich in der Naturheilkunde eingesetzt.
Aus den getrockneten Blättern und Sprossspitzen wird ein sehr wirksamer Heiltee gewonnen. Dieser wird beispielsweise bei Verdauungsbeschwerden getrunken.
Die zerstoßenen Samen der Nachtkerze können direkt auf die entzündliche Haut aufgetragen werden.
Die getrockneten Sprossspitzen können gekocht werden und der daraus entstandene Sud wirkt entzündungshemmend. Kompressen werden mit dem Sud getränkt und direkt auf die betroffenen Hautstellen gegeben.
Die Nachtkerze liefert uns ein hochwertiges Öl. Das Nachtkerzenöl wird aus den Samen gewonnen. Das Öl der Nachtkerze enthält Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst bilden kann: bis zu 14% der wertvollen Gamma-Linolsäure, Linolsäure, Alpha-Linolensäure, Ölsäure und auch Palmitinsäure.
Aus Gamma-Linolensäure entsteht in einem chemischen Prozess Dihomo-Gamma-Linolensäure. Aus dieser wird das für unseren Körper so wichtige Prostaglandin E 1 gebildet. Prostaglandin ist ein Gewebshormon und am Stoffwechsel der Zellen beteiligt. Des weiteren regt Prostaglandin E 1 den Abbau von Fett an, stärkt das Immunsystem, senkt Bluthochdruck und das Cholesterin und beugt der Arterienverkalkung sowie auch Thrombosen vor.
Das Nachtkerzenöl kann innerlich und auch äußerlich angewendet werden.
Folgende Beschwerden lassen sich mit der Nachtkerze/Nachtkerzenöl behandeln oder lindern:
Neurodermitis, Entzündungen der Haut, Verdauungsbeschwerde, Gefäßerkrankungen, Wechseljahresbeschwerden, Erkältungskrankheiten,
Trockene/rissige Haut, Diabetes, Bluthochdruck, Rheuma
Aber auch zur Stärkung des Immunsystems und bei Hyperaktivität wird die Nachtkerze als Heilpflanze gerne genutzt.
Epileptiker dürfen das Nachtkerzenöl oder Produkte, die die Nachtkerze enthalten NICHT verwenden!
In Form von Kapseln wird Nachtkerzenöl auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.