Grüner Tee, auch Grüntee genannt, hat seinen Ursprung in China und wird dort seit mehr als tausenden von Jahren angebaut. Inzwischen zählt auch Japan zu den Hauptlieferanten für Grünen Tee.
Für die Verarbeitung wird die kleinblättrige Teepflanze (Camellia sinensis) bevorzugt.
Grüner Tee unterscheidet sich im Gegensatz zum Schwarzen Tee in der Verarbeitung, Zubereitung, im Geschmack und in den Inhaltsstoffen.
Die Teeblätter sind nicht fermentiert, d. h., die leicht angewelkten Blätter werden frisch nach der Ernte kurz erhitzt, geröstet oder gedämpft, dadurch wird die Fermentation verhindert. Durch diese schonende Verarbeitung bleiben nahezu alle Inhaltsstoffe des Grünen Tees erhalten.
In folgenden Schritten wird grüner Tee verarbeitet:
Nach dem Pflücken müssen die Teeblätter zwischen 8 und 12 Stunden welken. Der gesamte Welkvorgang spielt sich an der frischen Luft ab. Nach der Welkzeit haben die Teeblätter ca. 30 Prozent ihrer Feuchtigkeit verloren.
Um Farbe und Inhaltstoffe des Tees zu erhalten, wird grüner Tee erhitzt. Die Hitzezufuhr verhindert, dass die Enzyme im Tee freigesetzt werden, die für die Veränderungen des Tees verantwortlich sind. So bleiben Farbe und die wertvollen Inhaltsstoffe des Tees erhalten. Neben der Möglichkeit der Erhitzung kann der Tee nach der Ernte auch geröstet oder gedämpft werden.
Die Blätter des Grünen Tees werden gerollt. Diese Methode dient dazu, die Blätter geschmeidig zu halten und hat den Effekt, dass die Inhaltsstoffe des Grünen Tees bei der Zubereitung erhalten bleiben. Beim Rollen der Teeblätter werden die Zellen des Blattes aufgebrochen und Zellsaft tritt aus. Dieser Prozess bestimmt maßgeblich die Farbe und das Aroma des Grüntees.
Nach dem Rollen werden die Teeblätter getrocknet. Mit diesem letzten Verarbeitungsvorgang werden die Inhaltsstoffe und Aromen des Grünen Tees fixiert.