Zu den Wundern in der Botanik, kann mit gutem Gefühl der Granatapfel (Punica granatum) dazu gezählt werden. Er wächst an einem Baum der 100 Jahre alt werden kann und dabei gut 5 Meter hoch und 3 Meter breit wird. Botanisch wird der Granatapfel zu der Familie der Weiderichgewächsen gezählt. Mit einem lederhaftem Aussehen zeigen sich die Blätter, welche bis zu 10 cm lang werden können. Die Blattstiele sind 2 bis 3 mm lang. Die Nebenblätter fehlen vollkommen. Von Frühjahr bis in den Sommer zeigen sich schöne Blüten. Sie haben die Form von Glocken und leichten von einem zarten Gelb bis hin zu Orange-Rot.
Die reifen und roten Früchte erreichen einen Durchmesser von 10 cm. Zeit der Ernte ist von September bis Dezember. Da sich in der Frucht viele kleine Wände befinden, entstehen dadurch Kammern in denen sich die Samen befinden. Diese sind von einem Samenmantel umgeben. Jede Frucht enthält um die 400 Samenkörner, welche säuerlich bis süßlich schmecken können.
Ursprünglich war der Granatapfelbaum im asiatischen Raum und dem Nahen Osten anzutreffen. In der Zwischenzeit wird er auch im milden Mittelmeerklima kultiviert. Sogar eine Verbreitung nach Lateinamerika und der Karibik fand statt. Erfolgreiche Ernten zeigen, dass dieses Klima für seine Kultivierung perfekt ist. Kolonialzeiten brachten diese Verbreitung dieser bemerkenswerten Frucht zwangsläufig mit sich.
Der Granatapfel, auch Grenadine genannt, hat mit seinen bioaktiven Inhaltsstoffen dem Menschen einiges an Geschmack und Gesundheit zu bieten. Selbst in der griechischen Mythologie, dem Koran und der Bibel wurde diese bemerkenswerte Frucht namentlich schon erwähnt. Auch schon im Mittelalter als Medizin gegen Würmer eingesetzt, findet man bei diesem Baum mit seinen Früchten in vielen Richtungen interessante Einsatzgebiete. Ob als Färbemittel oder auch zu medizinischen Zwecken fermentiert, der Granatapfel hält so manche positive Überraschung bereit.
Granatapfel als Anti-Aging-Food
Kalorienarm und reich an Eisen, Kalium, Vitamin C und Calcium musste diese Frucht früher oder auch später auch für medizinische Zwecke seine Daseinsberechtigung bekommen. Er ist auch ein Alleskönner durch seine Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenfarbstoffe (Flavonoide). Ein Zellschutz der nicht nur frisch einen gesundheitsfördernden Effekt hat, sondern auch als fertiges Extrakt all sein Können am menschlichen Körper zeigen kann. Er schafft es, freie Radikale zu binden und fördert dabei auch noch die Reparatur der geschädigten Zellen. Die Fähigkeit Cholesterin zu senken, Entzündungsprozesse zu heilen, die Steigerung des Immunsystems und das Vorkommen von pflanzlichen Hormonen macht aus ihm wirklich ein kleines Wunder der Natur.