In Österreich bekannt wurde das Edelweiß um 1717 herum. Damals wurde es gern von den Bauern gepflückt und verschenkt, da das Edelweiß leicht zu pflegen war und lange in Blüte stand. Als nun dem Bauernort Matrei der Besuch der Gräfin Maria Franziska zu Dornbirn anstand, wurde den Bauern aufgetragen, etwas Schönes zur Huldigung der Gräfin zu finden. Leider fand sich „auf die Schnelle“ kein geeignetes Geschenk. So musste in der Not ein Strauß von Edelweiß als Geschenk herhalten. Der Bauernbub Alois Rupert überreichte der Gräfin den Strauß von Edelweiß mit einer ganz besonderen Geschichte. Diese besagt, dass das Edelweiß an den gefährlichsten Stellen zu finden ist und nur die mutigsten Burschen es schaffen, ihrer Geliebten ein Edelweiß zu pflücken. Tragischerweise sind schon einige Burschen bei den waghalsigen Vorhaben abgestürzt. Nur die reinen Herzens sind, kommen lebend wieder vom Berg runter und können ihrer Geliebten das Geschenk überreichen.
Die Gräfin war so gerührt und beeindruckt von dieser Geschichte, dass sie diesen Strauß zeit ihres Lebens aufbewahrte. Sie berichtete jeder ihrer Hofdamen von den mutigen Burschen und die Geschichte wurde jedes Mal etwas weiter gesponnen. So bekam das Edelweiß bald einen wundersamen Ruf, der für Mut und Liebe stand.