Die Nutzung des Edelweißes als Heilpflanze hat eine lange Tradition. Bauern aus Tirol und Oberland nennen das Edelweiß „Ruhrkraut“ oder auch „Bauchwehblume“ und haben die Extrakte des Edelweißes erfolgreich als Heilmittel gegen Durchfall und Magenbeschwerden einsetzen können.
Angeblich "heilte" das Edelweiß auch Erkrankungen wie Angina, Diphterie und Tetanus.
Das Edelweiß ist als neue Heilpflanze auf dem Vormarsch: Mehr als 40 vielversprechende chemische Substanzen wurden bereits in der weißen „Wunderblume“ entdeckt. Das Edelweiß hat einen hohen Anteil an Flavonoiden und wirkt aufgrund dessen antibakteriell und entzündungshemmend. In der Kosmetik und der traditionellen Medizin werden die Extrakte des Edelweißes bereits erfolgreich eingesetzt. So wirken Salben und Cremes, die Edelweiß enthalten, entzündungshemmend und beruhigen die Haut. Die Substanzen des Edelweißes verlangsamen sogar den Alterungsprozess, denn sie haben eine antioxidative Wirkung und bekämpfen freie Radikale.
Des weitern stärkt der Extrakt des Edelweißes das Immunsystem, wirkt stresshemmend und belebend auf den Organismus.
Besonders die Kosmetikindustrie hat das Geheimnis der weißen Wunderpflanze für sich entdeckt. Die Extrakte des Edelweißes werden für die Herstellung von Anti-Aging-Produkten genutzt. In Verbindung mit Vitamin E und beispielsweise Hamamelis wirken die Produkte schützend und pflegend. Sie bekämpfen die freien Radikalen und beugen der Hautalterung vor. Die Gerbstoffe der Pflanze wirken hautstraffend und stärken das Bindegewebe.
Für die Herstellung in Kosmetikerzeugnissen und traditionellen Heilmitteln wird das Edelweiß aus kontrolliert biologischem Anbau verwendet. Edelweiß-Extrakt ist auf dem freien Markt sehr teuer, denn der Anbau ist mühsam, die Pflege der Kulturen langwidrig und die Ertragsmenge des Extraktes sehr gering.